Gespräch: Lebensgeschichten - Reden, um nicht zu ersticken
Uschi Waser über das Leben als Jenische und wie sie Schmerz und Wut in Kraft und Mut verwandelt.
Die Verfolgung der Jenischen in der Schweiz ist ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Zu diesem Schluss kommt 2025 ein Rechtsgutachten im Auftrag des Bundes. Zwischen 1926 und 1973 wurden über 600 jenische Kinder vom Pro Juventute-Hilfswerk «Kinder der Landstrasse» ihren Familien entrissen, um sie «sesshaft» zu machen. Uschi Waser ist eine von ihnen, sie hatte mit 14 Jahren bereits in 27 unterschiedlichen Heimen und Pflegefamilien gelebt. Ihre Kindheit und Jugend war geprägt von Gewalt durch Ordensschwestern und Missbrauch durch den Stifvater. Pro Juventute kontrollierte, bedrohte und demütigte sie bis ins Erwachsenenalter. Als sie mit 37 Jahren ihre Akten liest, bricht sie zusammen. Seither redet sie. Um nicht zu ersticken. Ein beklemmendes Stück Schweiz.
Türöffnung: 18.00 Uhr
Kollekte: Richtpreis CHF 15.-
Bistro offen ab 17h